Digitalisierung tötet Zufriedenheit

Wo Bedürfnisse immer leichter befriedigt werden, verliert ihre Erfüllung an Wert.

Energiesparen liegt uns Menschen in den Genen. Falls man spontan doch mal ums Überleben kämpfen muss, braucht man schließlich Reserven. Die Digitalisierung kommt uns da gerade recht. Foodora, Amazon Dash Buttons, Zalando: Alle helfen uns dabei, Energie zu sparen und unser Leben einfacher, komfortabler und sorgloser zu machen. Die Lücke zwischen unseren Bedürfnissen und deren Befriedigung wird kleiner.

Was ist also das Ziel der Digitalisierung? Sofortige, mühelose Bedürfnisbefriedigung? Das Problem daran ist, dass wir meist nach den Dingen streben, die wir nicht sofort per Fingerschnipp (oder Klick) haben können. Deshalb ist ein Tinder-Date auch weniger wert als ein klassisches „Willst du mit mir ausgehen?“. Plus: Gewöhnen sich die Leute einmal an die sofortige Bedürfnisbefriedigung verlernen sie, mit Rückschlägen umzugehen. Sie werden viel schneller unzufrieden und unglücklich.

Die spannende Frage für unseren strategischen Ansatz lautet: Wie überlebt Zufriedenheit die Digitalisierung?